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Was wird eigentlich aus Second Life?

Second Life ist ein Titel, der weltweit Millionen von Spielern begeistert. Dieser Titel, der eher als virtuelles Leben fungiert, hat zwar keine speziellen Ziele oder Aufgaben, fasziniert aber trotzdem Spieler auf aller Welt. Bereits zahlreiche Studien und Medienberichte haben sich mit dem Thema Second Life beschäftigt, was dazu geführt hat, dass sich der Ansturm nur vergrößert hat. Der Titel sorgt zwar im Internet für gute Laune, aber bei den Mitarbeitern, die hinter diesem Rollenspiel beziehungsweise dieser Simulation, keiner weiß so wirklich, zu welchem Genre dieses Spiel zu zählen ist, stehen, ist die Stimmung weitaus getrübter. Dies liegt vor allem daran, dass bereits ein Drittel der Mitarbeiter gehen und nun auch der einstige Chief Executive Officer Mark Kingdon abdanken musste. Second Life Party


Der neue Chef ist eigentlich der alte, Philip Rosedal, einst Gründer von Second Life und auch Chef bis vor zwei Jahren, setzt sich wieder an die Spitze seiner Firma Linden Labs – und hat genaue Vorstellungen wie das virtuelle Leben in Second Life zukünftig aussehen soll. Rosedale, der bis vor Kurzem noch als Vorstandschef gearbeitet hat, und dadurch mehr für die strategische Ausrichtung des Unternehmens verantwortlich war, möchte die Bedienung, und damit auch den Einstieg in Second Life, vereinfachen, wodurch er sich steigende Nutzerzahlen erhofft; zusätzlich soll es zukünftig mehr Spaß und Abenteuer in Second Life geben. Vor allem Spieler, die längerfristig gespielt haben, haben mit zunehmender Dauer die Lust am Spiel verloren, da sie alles gesehen und keine Motivation mehr zum Spielen hatten. Über die Hintergründe, also warum Mark Kingdon entlassen wurde, ist derzeit leider nicht viel bekannt. Eigentlich galt er bis Mitte Juni 2010 als sicher. Zu diesem Zeitpunkt setzte er seine Einsparungspläne durch, in dessen Folge einem Drittel der Belegschaft gekündigt wurde. Das Management-Karussell von Second Life dreht sich also weiter. 


Der Kurs, den Rosedale angekündigt hat, wurde in den letzten Jahren auch größtenteils umgesetzt. So soll das Spiel, das zwischen Simulation und Paralleluniversum schwankt, zwar immer noch einsteigerfreundlicher und mehr ins Internet eingebunden werden, aber Änderungen sind bereits erkennbar. Durch die Stabilitäts- und Skalierarbeiten und dem erfolgreichen Redesign soll der Titel in diesem Jahr nun voll durchstarten und für eine größere Nutzergruppe verfügbar sein. Eines der Ziele ist hierbei eine neue Benutzeroberfläche, die das Spielen in der virtuellen 3-D-Welt erleichtern soll. Bedienelemente, wie es bei Instant Messaging-Programmen bereits üblich ist, sollen in Second Life integriert werden und so die Kommunikation innerhalb des Spieles erleichtern. 

Natürlich haben die Entwickler die letzten Monate nicht tatenlos verbracht, sondern haben die zwei Orientierungsbereiche "Welcome Island" und "Discovery Island" erstellt. Auf der ersten Insel erlernt man die Grundfunktionen, während man auf der "Erkundungsinsel" erste Kontakte mit anderen Spielern knüpfen und die passenden Orte für den jeweiligen Spieler gefunden werden soll. Ein weiterer positiver Effekt, der nun in Second Life eingekehrt ist, ist, dass man nun Basis-Avatare bekommt, die man wenigstens im kleineren Rahmen an seine Vorstellungen und Bedürfnisse anpassen kann. Dies war vorher nicht möglich und alle Einsteiger sahen gleich aus. Dies hatte den Grund, dass man dadurch den Spieler dazu bringen wollte, kostenpflichtige Inhalte wahrzunehmen wie beispielsweise Schönheits-Operationen, die das Gesicht änderten, und Markenklamotten. 

Die neuen Basis-Avatare sollen laut offizieller Seite die kulturellen Unterschiede und verschiedenen Interessen verdeutlichen. Eine Abgrenzung der Neueinsteiger soll im Grunde also erreicht werden, sodass nicht immer Tausende von Klonen umherirren. Des Weiteren soll Second Life zukünftig mehr Webinhalte anbieten, wie beispielsweise Adobe Flash. Diese Verbesserung ermöglicht ganz neue Wege und Mittel in Second Life, so soll es auch möglich sein, mit Freunden gemeinsam Videos und Filme zu streamen. Außerdem wurde bereits in verschiedenen Beta-Versionen experimentiert, ob es möglich ist, Dokumente gemeinsam zu bearbeiten. Das Ergebnis war dabei äußerst erfreulich und ein solcher Dienst soll bald eingeführt werden. Auch die Möglichkeit, mit der Webcam aufgenommene Gesichter über sein Avatar legen zu lassen, soll bald kommen. 

 

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